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LTE-Lizenzvergabe Österreich

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Geschrieben: 29.08.2010 um 23:39 von webgfrast

LTE - Lizenzvergabe Österreich

 

Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung im April 2010 startete die Telekom-Control-Kommission (TKK) das Vergabeverfahren für den Frequenzbereich 2,6 GHz. Am 20. September schließlich wurden die 2,6-GHz-Frequenzen versteigert. Das Frequenzspektrum der Digitalen Dividende (792-862 MHz) soll erst gegen Ende 2011 versteigert werden.

Im Rahmen des Verfahrens werden Frequenzkanäle im Frequenzbereich 2500 - 2690MHz zugeteilt, das wie bei UMTS unterteilt ist in ein gepaartes und ein ungepaartes Spektrum:

  • 14 gepaarte Basisfrequenzblöcke im Frequenzbereich 2500 – 2570MHz (im Folgenden als Unterband bezeichnet), gepaart mit 2620 – 2690MHz (im Folgenden als Oberband bezeichnet). Die Bandbreite eines Basisfrequenzblockes beträgt hier 2 x 5MHz (jeweils 5MHz im Unterband und im Oberband). Diese gepaarten Basisfrequenzblöcke werden im Rahmen des Vergabeverfahrens abgekürzt als A1 bis A14 bezeichnet und der Kategorie A zugeordnet und sind als blaue Blöcke in Abb.1 zu sehen.
  • 10 ungepaarte Basisfrequenzblöcke im Frequenzbereich 2570 – 2620MHz. Die Bandbreite eines Basisfrequenzblockes beträgt hier 1 x 5MHz. Diese ungepaarten Basisfrequenzblöcke werden im Rahmen des Vergabeverfahrens abgekürzt als B1 bis B10 bezeichnet und der Kategorie B zugeordnet - in der Abb.1 sind das die rötlichen Blöcke.

 

Abb.1: LTE Frequenzspektrum bei 2,6GHz

 

"Die Frequenzen im Bereich 2,6 GHz eignen sich besonders gut für schnelle Datenübertragung in Städten und erlauben neben anderen Technologien auch den Einsatz von LTE, einem weiteren technologischen Meilenstein in der Entwicklung des mobilen Breitbands", erklärt Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, die Einsatzmöglichkeiten dieser Frequenzen.

Zweistufiges Vergabeverfahren – Auktion am 20. September 2010

Mit Ende der Ausschreibungsfrist am 12. Juli 2010 beginnt das zweistufige Vergabeverfahren. In einem ersten Schritt prüft die TKK die eingebrachten Anträge in Hinblick auf das Vorliegen der wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen. In der zweiten Stufe werden die Frequenzpakete dann unter den qualifizierten Antragstellern voraussichtlich im September 2010 versteigert. Die Frequenzen, die in diesem Verfahren zur Vergabe gelangen, werden befristet bis zum 31. Dezember 2026 zugeteilt.
Am 20.9.2010 wurden schließlich die Frequenzen im 2,6GHz-Band in Österreich versteigert. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 39.527.109 Euro - also deutlich mehr als das Mindestgebot von gesamt 7,4 Millionen Euro.

An der Auktion beteiligten sich alle vier österreichischen Mobilfunknetzbetreiber und erwarben dabei:

 

Netzbetreiber Gepaarte
Frequenzen
Ungepaarte Frequenzen
A1 Telekom Austria AG 2x20 MHz 25MHz
T-Mobile Austria GmbH 2x20 MHz -
Orange Austria Telecommunication GmbH 2x10 MHz -
Hutchison 3G Austria GmbH 2x20 MHz 25MHz

LTE Frequenzzuweisung in Oesterreich bei 2,6GHz

Abb.2: LTE Frequenzpaket-Zuteilung bei 2,6GHz in Österreich

Die Regulierungsbehörde erwartet, dass die Frequenzen primär für schnelle mobile Breitbanddienste in Ballungsgebieten z.B. mit der Technologie LTE (Long Term Evolution) verwendet werden.

 

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Zuletzt aktualisiert: 21.09.2010



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