Mit der Veröffentlichung der Ausschreibung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung im April 2010 startete die Telekom-Control-Kommission (TKK) das Vergabeverfahren für den Frequenzbereich 2,6 GHz. Am 20. September schließlich wurden die 2,6-GHz-Frequenzen versteigert. Das Frequenzspektrum der Digitalen Dividende (792-862 MHz) soll erst gegen Ende 2011 versteigert werden.
Im Rahmen des Verfahrens werden Frequenzkanäle im Frequenzbereich 2500 - 2690MHz zugeteilt, das wie bei UMTS unterteilt ist in ein gepaartes und ein ungepaartes Spektrum:
"Die Frequenzen im Bereich 2,6 GHz eignen sich besonders gut für schnelle
Datenübertragung in Städten und erlauben neben anderen Technologien auch den
Einsatz von LTE, einem weiteren technologischen Meilenstein in der Entwicklung
des mobilen Breitbands", erklärt Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der
Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, die Einsatzmöglichkeiten dieser
Frequenzen.
Zweistufiges Vergabeverfahren – Auktion am 20. September 2010
Mit Ende der Ausschreibungsfrist am 12. Juli 2010 beginnt das zweistufige
Vergabeverfahren. In einem ersten Schritt prüft die TKK die eingebrachten
Anträge in Hinblick auf das Vorliegen der wirtschaftlichen und technischen
Voraussetzungen. In der zweiten Stufe werden die Frequenzpakete dann unter den
qualifizierten Antragstellern voraussichtlich im September 2010 versteigert. Die
Frequenzen, die in diesem Verfahren zur Vergabe gelangen, werden befristet bis
zum 31. Dezember 2026 zugeteilt.
Am 20.9.2010 wurden schließlich die Frequenzen im 2,6GHz-Band in Österreich
versteigert. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 39.527.109 Euro - also
deutlich mehr als das Mindestgebot von gesamt 7,4 Millionen Euro.
An der Auktion beteiligten sich alle vier österreichischen Mobilfunknetzbetreiber und erwarben dabei:
| Netzbetreiber | Gepaarte Frequenzen |
Ungepaarte Frequenzen |
| A1 Telekom Austria AG | 2x20 MHz | 25MHz |
| T-Mobile Austria GmbH | 2x20 MHz | - |
| Orange Austria Telecommunication GmbH | 2x10 MHz | - |
| Hutchison 3G Austria GmbH | 2x20 MHz | 25MHz |
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Die Regulierungsbehörde erwartet, dass die Frequenzen primär für schnelle mobile Breitbanddienste in Ballungsgebieten z.B. mit der Technologie LTE (Long Term Evolution) verwendet werden.